In der haptonomischen pränatalen Begleitung mit den werdenden Eltern geht es im Wesentlichen um einen affektiven (gefühlsmässigen) Kontakt zu Dritt.
 Foto von Sarah Arnold
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Durch diesen zärtlichen umfassenden Kontakt spürt das Kind schon im Mutterleib, dass es geliebt und als eigenständiges Wesen von seinen Eltern angenommen und bestärkt wird.
Die Haptonomie ist weder eine Methode noch eine Technik, die man einfach anwendet oder nicht. Sie ist vielmehr eine ganzheitliche Daseinsform, in die man hineinwächst. Deshalb darf sie auch nicht gedankenlos mit diversen Techniken und Methoden zu Geburtsvorbereitung und -erleichterung angwendet werden. Eine Mischung würden den echten affektiven Kontakt zwischen Eltern und Kind verhindern.
Haptonomie ist genauso wie ein Geburtsvorbereitungskurs von den Krankenkassen anerkannt.
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Kursbeginn: Zirka ab der 20. und vor der 26. Schwangerschaftswoche
Dauer: 6 - 8 Einzelstunden mit dem Paar zu 45 - 60 Minuten
Kosten: Fr. 100.-- / Lektion
Kursanmeldung
Feedback von Emilie, 2011: "J'ai encore beaucoup pensé à toi toute cette année, car nous avons trouvé qu'au niveau moteur Anouk était toujours un peu en avance... elle a très rapidement pu tenir sa tête tu étais là, puis ça a continué... à 11 mois elle marchait seule, elle n'a eu besoin de l'aide de personne. J'ai dû l'aider 5 fois avec mes mains.... elle est très indépendante, sait que nous sommes là, s'en assure, mais se débrouille... elle a un équilibre hallucinant, très prudente, pesant bien son poids, testant et hop se lance... elle est très active. Michael et moi sommes intimement persuadés que cette indépendance, et sa motricité sont liées à l'haptonomie. De même que sa sociabilité. Elle aime les gens c'est dingue! Et ils le lui rendent bien! Elle est les invite à venir vers elle c'est fou."
Haptonomie, die Wissenschaft der Affektivität (Erklärung von Mehdi Djalali)
Schon lange vor seiner Geburt ist das Baby zu einem erstaunlichen Dialog mit seinen Eltern fähig. Wenn es auch den Eltern gelingt, diesen Dialog aufzunehmen, wird die Schwangerschaft schöner, die Geburt leichter, die Partnerschaft inniger, die Familie wächst über die fühlbare Zweisprache näher zusammen.
Haptonomie ist die Wissenschaft der Affektivität. Sie wurde vor 50 Jahren vom Niederländer Frans Veldmann entdeckt und weiterentwickelt. Im Centre International de Recherche et de Développement de l'Haptonomie (C.I.R.D.H.) in Frankreich bildet er heute Hebammen und Ärzte aus
C.I.R.D.H.
Der Begriff setzt sich aus den griechischen Worten "haptein" und "nomos" zusammen. Dabei bedeutet "haptein" in taktilen Kontakt treten, verbinden, sich jemandem zuwenden, um zu heilen, Ganzheit zu vermitteln und den Menschen in seiner Existenz zu bestätigen und zu bestärken. Nomos ist das Gesetz.
Was geschieht in der Haptonomie? Die Antwort dafür ist nicht rational zu beschreiben, sie lässt sich nur durch eigene Erfahrung feststellen. Keinesfalls darf sie auf simples Handauflegen reduziert werden.
Eine Haptonomiestunde läuft immer zu viert ab: Mutter, Partner (wenn dieser nicht vorhanden ist, eine von der Mutter ausgewählte Vertrauensperson), das Ungeborene und der/die haptonomische Bergleiter/in. Kurse mit mehreren Paaren würden dem haptonomischen Gedanken entgegenstehen, denn Vertrauen, Respekt und Affektivität benötigen Intimität.
Die haptonomische Begleitung unter der Geburt schafft schliesslich die besten Voraussetzungen für eine schmerzarme, natürliche Geburt. Das Kind bahnt sich aktiv seinen Weg in die Aussenwelt. Die Mutter, die wiederum selbst auf die gleiche Weise Unterstützung von Partner und Geburtshelfern erfährt, ebnet dem Kind durch ihre gefühlsmässige Begleitung den Weg, dem es bei der Geburt folgen soll. Sie kann ihm das Tor zur Welt öffnen. Die Haptonomie hat somit einen grossen, positiven Einfluss auf die Schwangerschaftsphysiologie und den medizinisch-geburtshelferischen Ablauf.
Auch bei drohender Frühbeburt und anderen Schwangerschaftspathologien kann die Haptonomie sehr hilfreich sein.
Während den ersten Lebensjahren fördert sie die Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit. Der Grundstein für nachhaltig gefestigtes Selbstvertrauen und Basissicherheit wird dem Kind durch die sehr spezielle haptonomische Tragweise mit auf den Lebensweg gegeben.