bp

Beatrice Prader

Wohlbefinden für Mutter und Baby, Geburtsvorbereitung, Wochenbettbetreuung, Stillberatung, Rückbildung, Beckenbodentraining und Haptonomie

Eine Geburt wie in der Vorstellung

Wenn ich das einer Schwangeren Frau für die Geburt wünsche, merke ich, dass dies eine Ueberforderung ist.

Die Vorstellung geht eher in die Richtung wie sie es nicht haben will. Also wenn möglich, kein Kaiserschnitt, keine Medikamente wenn möglich, keine starke Blutung, kein Verlust der Kontrolle etc.

Manche Frauen haben aber auch ganz exakte Vorstellungen, manchmal so starke, dass sie sich mit der Realität nicht verbinden lassen. Weil sie aus der Bahn geworfen werden, wenn der Ablauf nicht so stattfindet wie sie sich das vorher eingeredet haben.

Das Mittelmass ist sicher schwierig zu erreichen. Es ist wichtig sich mit positiven Gedanken auf die Geburt vorzubereiten, Vorstellungen kommen zu lassen  - egal ob diese Negativ oder Positiv sind. Anzuschauen woher die sind und sich damit auseinandersetzen. Diese Aengste haben einen Grund. Diese in der Schwangerschaft anzuschauen, löst vieles auf und wird dann kein Hindernis während der Geburt sein.

Wie oft sehe ich eine Frau in der Geburtsvorbereitung die über natürliche Geburt  mit einer Vehemenz spricht, das mich Schaudern lässt weil sie keine Abweichungen zulässt. Manchmal spüre ich dahinter die Angst.  Die Frauen sind sehr hart mit sich aber auch mit den anderen Schwangeren Frauen. Wenn sich das Baby bei so einer Frau in der Steisslage installiert, ist das für mich nicht überraschend und die Frau ist erleichtert, dass die Entscheidung für sie abgenommen wurde und ist gerne bereit für einen Kaiserschnitt.

Es wäre wunderbar, wenn jede Frau so viel Zeit hätte ihrem Körper zuzuhören. Wenn sie Musse hätte Träume zukommen zu lassen und sich damit auseinandersetzen könnte. Jeden Tag nehmen wie er kommt. Genau so wie es dann mit dem Baby sein wird: unplanbar, hingebend. Wie die Liebe und das Leben eben ist.

Frauenwelt

Die Frau ist nun endlich schwanger und je weiter die Schwangerschaft fortschreitet umso mehr Mitgefühl entwickelt sie. Sie spürt die Unsicherheit ihrer Mutter, die Gefühle der Yogagruppe, übernimmt den Stress ihres Partners, ihres Arbeitsplatzes und macht sich Sorgen über die Bedenken ihrer Gynäkologin.

Der Geburtstermin nähert sich und alle sind so voller Spannung, dass die Frau nicht loslassen kann. Der Termin geht vorbei, die Angst steigt, der Partner muss bald wieder für den Job weg und das Baby will immer noch nicht kommen. Man entscheidet sich für eine Einleitung, die leider nicht greift, und dann gibt es einen Kaiserschnitt.
So viele Schmerzen, aber das Baby ist gesund. Ein schales Gefühl, versagt zu haben, bleibt. Die Milch will nicht fliessen, die Mutter kann das Baby nicht versorgen weil sie frisch operiert ist.
Gottseidank ist der Partner da der alles in die Hand nimmt und regelt. Die Frau kommt sich so klein und unnütz vor, die Gefühle fürs Baby sind (noch) nicht da. Das schlechte Gewissen plagt, weil sie sich nicht gewehrt hat, weil sie vielleicht doch Geduld hätte haben sollen, jetzt ist alles schlimm: das Baby will gar nicht an die Brust, die Brustwarzen schmerzen, alle finden das Baby süss, selber findet die Frau “….. eigentlich nichts, ausser ihren Bauch der schmerzt”. Sie weint viel. Bald muss sie aus den Spital und kann es sich nicht vorstellen heim zu gehen mit diesem Kind.
Beim Austritt ist die Frau tapfer und tut als ob alles ok wäre. Der Partner holt sie ab, hat die Wohnung geschmückt mit einem “herzliches Willkommen”. Die Frau bricht in Tränen aus, sie kann ihrem Partner unmöglich sagen, dass sie sich nicht als Mutter fühlt und lieber wieder ein Leben ohne Kind will. Die erste Nacht ist schlimm das Baby weint viel. Der Mann macht es super und sie, sie fühlt sich leer und erschöpft, dick und unförmig.
Einige Nächte und einige Tagen später; beim Stillen, schaut das Baby die Mama an und da springt der Liebesfunke. Ein wohliges Gefühl ein inneres Lächeln eine Welle von Zärtlichkeit schwappt über. In diesem Gefühl bleibt nun die Frau sie ist selig, sie schwebt und es ist schön dies (endlich) mit ihrem Partner teilen zu können.
Dieser plant aber bereits wieder für den Job. In zwei Tagen geht er wieder an die Arbeit. Enttäuschung und Panik stellen sich ein. Es wird beraten und die Mama (Oma) kann für einige Tage kommen. Das selige Gefühl bleibt, die Oma übernimmt den Alltag und den Haushalt und der Tag verfliegt und schon ist der Partner wieder da. Sein Stress von der Arbeit – sein Missmut der Schwiegermutter gegenüber – spürt die Frau, sie will vermitteln. Das Baby spürt diese Spannung und weint. Abend für Abend… endlich traut sich die Frau alleine mit dem Baby zu sein, die junge Familie ist auf sich allein gestellt. Die Frau ist ständig müde und erschöpft.
Es gibt Tage, die endlos lang sind und andere die verfliegen. Manchmal ist die Frau froh, wenn ihr Mann heimkommt und dann gibt es viele Abende an denen sie sich an ihrem Partner stört weil er mit dem Baby anders umgeht als sie. Es gibt Diskussionen, Spannungen und eine Brustentzündung macht sich bemerkbar: hohes Fieber, Angst, Erschöpfung, Schmerz und Ueberforderung. Gottseidank ist die Mama bereit zu kommen. Brust und Stillen sind anstrengend, die Frage “stillen oder nicht”, kann die Frau weder mit ihrem Mann noch mit ihrer Mutter lösen. Die Spannung zwischen ihrem Partner und ihrer Mutter ist kaum auszuhalten. Endlich, nach einer Woche klingt alles ab und das Baby ist so süss und das Herz quellt über wenn es an der Brust nuckelt. Oma geht heim und Mama stillt.
Die Vorstellung, nach einem halben Jahr wieder im Job stehen zu müssen und das Baby in eine Kindertagestätte zu geben, zerreisst der Frau das Herz. Der Partner versteht das nicht. Er muss voll da sein für seinen Job und wieder reisen. Natürlich unterstützt die Frau ihn, lächelt um ihm den Abschied nicht zu schwer zu machen, ist tapfer, wo sie doch weinen möchte. Er fliegt für einige Tage weg und überraschenderweise kann sie die Zeit geniessen, sie kann schalten und walten wie sie will und muss keine Rechenschaft ablegen; alles ist in Harmonie trotz wenig Schlaf.
Kaum landet ihr Partner, spürt sie seinen Stress, seine Energie die vorwärts drängt. Zudem hat er hat überhaupt nicht bemerkt, dass das Stillen jetzt nicht mehr schmerzt und das neue Mützchen des Babys hat er auch nicht zu Kenntnis genommen. Die Wohnung, die die Frau mühsam geputzt hat, quittiert er mit einem Nicken. Dabei hat sie Nachtstunden geopfert, damit der Haushalt jetzt glänzt. Sie ist fühlt sich unattraktiv, unnütz und weiss nicht was sie mit ihrem Mann reden soll da ihr Leben sich “nur” um das Baby dreht und er kaum Anteil nimmt.
Sie findet, dass ihr Baby von seinem Vater nicht wirklich geliebt wir, sein Job ist ihm wichtiger. Sie hat ihr Leben für das Baby total umgekrempelt aus vielen verzichtet und sich bestens in die Neue Situation, die nicht leicht ist, reingegeben und er tut so, als ob alles beim Alten wäre. Sie muss Einkaufen, Waschen, Putzen, Kochen und dabei auch noch das Baby stillen auch drei Mal in der Nacht und wenn der Mann dann da ist, verbreitet er so viel Stress und Spannung, dass das Baby schreit und jetzt findet er auch noch, es sei krank und das sein nicht normal, dass es so viel schreit. Er glaubt ihr nicht, dass es den ganzen Tag friedlich war und wie kann Sie ihm erklären, dass es an Ihm liegt. Sie hat Haarausfall, das Baby ist das erste Mal krank und sie muss es in der Nacht rumtragen damit es nicht schreit. Der Mann ist ins Kinderzimmer gezogen und sie schläft mit dem Baby im grossen Bett.
Er fühlt sich ausgeschlossen und fordert Schlaf und Ruhe für seinen anspruchsvollen Job, nervt sich weil die Malzeiten durch das Baby gestört werden, dabei ist Sie diejenige die in der Nacht aufsteht stillt und kaum zum Essen und Schlafen kommt und weil ihr Eisenwert zu tief ist, ist Sie in einer Dauererschöpfung.
Frauenwelt.

Männerwelt

Endlich ist die Frau schwanger, wann erzählt der Mann das seinem Chef. Der Mann hat einen anspruchsvollen Job und muss ab und zu ins Ausland.

Der Mann fühlt sich unter Druck, er will es nicht zu früh sagen aber darf es auch nicht verpassen. Zuerst soll der Vertrag Y unter Dach und Fach sein. Sein Chef ist nicht so begeistert als er das hört, vor allem weil sein bester Verhandler für einige Wochen mit Auslandskontakten ausfällt. Der Chef probiert trotzdem Reisen nahe beim Geburtstermin reinzudrücken. Der Mann fühlt sich unter Druck von seiner Frau, die unbedingt will dass er dabei ist und von seinem Chef den ihn nicht loslassen kann.

Wenn dann die Frau noch eröffnet, dass das Baby bereits drei Wochen vor dem errechneten Termin kommen kann, kocht er innerlich, wie kann er das dem Chef sagen. Vor allem weil er auch noch eine Woche Ferien nehmen will nach der Geburt seines Kindes. Der Druck steigt zusätzlich, weil er nicht weiss wann dieses Kind auf die Welt kommt und er somit auch seinen Chef blockiert und ein Planen nicht möglich ist.
Wenn nun die Frau noch überträgt, steigt mit der Spannung der Druck.
Nehmen wir nun an, die Frau spürt die ganze Spannung ihres Partners und kann nicht loslassen. Es kommt zu einem Kaiserschnitt oder zu einer grossen Blutung nach der Geburt, weil sich die Placenta nicht lösen wollte.
Nun ist ihr Partner für sie sehr wichtig, sie braucht Hilfe da sie so geschwächt ist. Ihr Mann macht das ganz gut in seiner Urlaubswoche. Nach dieser Woche fühlt sich die Frau ein bisschen überfordert und bittet ihre Mutter um Hilfe für ein paar Tage.
Der Mann fühlt sich mit seiner Schwiegermutter nicht wohl, er muss aber bereits im Job wieder voll da sein.
Plötzlich läuft es nicht mehr so, wie er das in der ersten Woche gemanagt hat. Das Baby will mehr trinken, schreit mehr und schreit auch auf seinen Armen, wenn er nach dem harten Arbeitstag heim kommt. Die Schwiegermutter nimmt ihm seinen kleinen Sohn weg; bei ihr schreit er nicht mehr.
Endlich geht es der Frau besser und sie wird stark und braucht keine Hilfe mehr. Sie macht alles wunderbar. Aber das mit dem Baby hat sich nicht verändert. Immer wenn er nach der Arbeit heim kommt und das Baby auf den Arm nehmen will, schreit es. Seine Frau versichert ihm, dass das Baby nichts gegen ihn hat, dass das normal ist, dass Baby oft Abends schreien und dass es den ganzen Tag ruhig war. Das hilft ihm nicht, er nimmt das persönlich und fühlt sich ausgeschlossen.
Die junge Mutter spürt das und probiert alles aus, damit das Baby abends bei Papa ruhig ist. Da der Papa aber viel Arbeit hat kommt er nicht immer pünktlich heim und die Mama die sich alle Mühe gibt, dass das Baby in diesen Stunden zufrieden ist, kommt unter Druck. Sie macht eine Brustentzündung. Wieder kommt die Schwiegermutter – wieder fühlt sich der Mann nicht wohl. Gottseidank kann er jetzt wieder Reisen und kriegt seine Bestätigung im Job.
Blutverlust, Brustentzündung, ein Mann der nicht da ist, die Frau kann sich nicht richtig erholen. Das Baby schläft nicht so gut die Frau kommt nicht zur Ruhe. Soll sie nun nochmals ihre Mutter bitten zu kommen? Sie entscheidet sich zu ihr zu Fahren und einige Tage da zu bleiben.
Der Mann findet das zwar gut, fühlt sich aber ausgeschlossen. Er fühlt sich alleine
Nach einer Woche findet er eine neue Frau vor die im Muttersein aufgeht, ihr Glück beim Baby gefunden hat und ihn eigentlich gar nicht mehr braucht.
Er wird eifersüchtig und es kommt zu Spannungen. Er und seine Frau diskutieren immer öfters über kleine Details, was wohl fürs Baby wichtig sei. Da er aber viel weg ist, muss seine Frau alleine Entscheiden und das ist für ihn schwierig zu akzeptieren.
Männerwelt – Frauenwelt

Mutterliebe

Es ist so schön zu sehen, wie die frischgebackene Mama ihr Baby verzückt in Liebesrausch anschaut. Das sehe ich bei Mamis die ihr erstes Kind geboren haben, aber auch bei Mamis die ihr viert oder fünftes Baby haben. In diesem Zustand ist so viel Gefühl, Verklärtheit, Verletzlichkeit, Stolz. Es ist fast ein heiliges Gefühl das ohne Zeit und Realität über den beiden schwebt.

Dieses Gefühl kann sich aber auch erst nach ein paar Tagen oder Wochen entwickeln. Es muss nicht gleich nach der Geburt da sein. Oft wird beim zweiten und dritten Kind dieser Zustand verkürzt durch die Realität und die Bedürfnisse der anderen Kinder.
Es macht mir aber grosse Freude, wenn ich der jungen Familie dieses Nestchen auch noch ein bisschen länger helfen kann zu erhalten.

Geborgenheit fürs Baby

Es gibt Babys die gerne Nähe spüren, die sich im grossen Bettchen alleine fühlen, sie brauchen Nähe und Grenzen. Natürlich ist es am schönsten auf den Armen von Mami oder Papi, wenn sie ganz nah am Körper getragen werden. Das kann im Tragetuch sein oder eng in ein Tuch gewickelt. Es gibt fertige Tücher zum Pucken, es kann aber auch ein normales Tuch verwendet werden das ganz nah um das Baby gewickelt wird.

Wenn ein Baby auf dem Rücken liegt und es mit den Armen in der Luft wedelt oder ganz plötzlich beide Arme nach aussen fallen lässt und anfängt zu weinen, zeigt es, dass es sich nicht wohl fühlt. Da ist bestimmt die Seitenlage oder die Bauchlage geborgener.
Neun ganze Monate war das Baby im Bauch von Mama und war eng in der umhüllenden Kugel. Es ist verständlich, dass es sich ohne Begrenzung unwohl fühlt.
Das Nestchen sollte warm sein und aus Naturmaterialien. Leider sehe ich manchmal Babys die auf einer Schaumstoffmatratze liegen die nur mit einem dünnen Laken bedeckt ist, manchmal liegen sie auf einer Faserpelzdecke oder auf einem Molton der mit Plastik beschichtet ist. Ich persönlich fühle mich nicht wohl in und um Materialien die nicht luftdurchlässig sind. Mit synthetischen Fasern muss auch aufgepasst werden, dass das Baby nicht zu warm hat und es zu einem Wärmestau kommen kann. Mit Naturfasern kann das kaum passieren.

Still-Demenz

Immer wieder hört man davon, dass die Frauen nach der Geburt sehr vergesslich werden. Manchmal fängt das schon in der Schwangerschaft an. Auch Frauen die nicht stillen können nach der Geburt sehr vergesslich werden.

Vor einiger Zeit habe ich in einer Zeitschrift etwas über Foltermethoden gelesen. Darin stand auch über Schlafentzug und was daraus Resultiert: Müdigkeit, Vergesslichkeit, Reizbarkeit, Aggressivität, körperliches Unwohlsein, Ueberforderung und Depression.
Ich glaube es ist sehr wichtig, zu wissen, dass die Vergesslichkeit begründet ist, dass die Geburt nicht dumm gemacht hat, sondern dass der Körper einfach auf Sparflamme geschaltet hat.
Ich treffe manchmal Frauen an, die sehr hohe Erwartungen an sich stellen. Diese Frauen können mit der Vergesslichkeit und dem Neuen, das sich an keine Norm hält, kaum umgehen. Bei einem neuen Job hat man immer drei Monate Probezeit; in dieser Zeit darf man Fehler machen und nimmt sich Zeit sich einzuarbeiten.
Ist eine Frau Mami geworden, hat sie an sich den Anspruch, alles bereits können zu müssen. Nein, das muss man nicht. Nur die Bedürfnisse des Babys beruhigen und wenn man an Grenzen kommt, und an die kommt man: darüber reden und Hilfe anfordern (bei der Freundin, der Mutter, Hebamme, Mütterberatung, SRK-Rotkäppchen, etc.).

Schlafposition

Bauch-, Seitenlage oder auf dem Rücken: darüber wird immer wieder diskutiert. Es gibt immer wieder Studien die eine Stellung propagieren und die ist dann ein Absolutum. Aber wir alle sind verschieden, deshalb habe ich Mühe mit Aussagen die für Alle stimmen sollen.
Ich denke, dass es wichtig ist, worauf das Baby liegt. Matratzen sind oft nur aus Schaumstoff und sind nur mit einem dünnen Stoff bezogen. Darüber kommt noch ein Leintuch und dann das Baby. Diese Kunstmaterialien atmen nicht. Ich verstehe nicht, weshalb man bei den Babys nicht darauf schaut. Meine Kinder haben auf Schaffellen geschlafen, die noch zusätzlich mit einem Leintuch und einem Spucktuch bespannt waren.
Anfangs hatte ich auch noch einen Molton im Kinderbettchen, bis ich einmal meine Tochter nass aus dem Bett genommen habe. Nicht die Windel ist ausgelaufen, sondern sie war nassgeschwitzt weil der Molton innen aus Plastik ist.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wenn das Baby auch noch mit einer synthetischen Fleec-Decke zugedeckt ist, dass da ein Wärme-Stau entstehen kann.
Ich bevorzuge Naturmaterialien die atmen können.
Wenn meine Kinder auf mir auf der Bauchlage eingeschlafen sind, habe ich sie auch so ins Bettchen gelegt. Genauso wenn sie Rücklings eingeschlafen sind. Irgendwann habe ich entdeckt dass meine Tochter lieber auf der Seite und mein Sohn auf dem Bauch schläft.

Handling

Wie auch Erwachsene vom Liegen über die Seite aufstehen sollten, so sollte auch das Baby aufgenommen werden. Wenn dem so ist, muss das Köpfchen nicht gestützt werden. Halte ich das Baby etwas unter der Achselhöhe kann ich das Baby in der Luft von einer Seite nach vorn auf die andere Seite drehen. Nur wenn ich das Baby nach hinten halte, muss der Kopf gestützt werden.

Gerne trage ich auch die Babys zwischen den Beinen, so dass mein Handrücken nach vorn schaut. So kann das Baby nach vorne schauen und der Kopf ist gestützt. Babys die in der Schwangerschaft haptonomisch begleitet worden sind, können bereits den Kopf halten.
Immer öfters treffe ich die Baby an indem sie auf dem Stillkissen erhöht liegen. Das mag ich nicht besonders. Ich bin sehr empfindsam und wenn ein Stillkissen mit Styropol-Kügelchen gefüllt ist, laden die sich elektrisch auf, was wiederum das Baby zu spüren bekommt. Ich ziehe Dinkelspreu-Kissen oder andere mit Naturmaterialien gefüllt, vor.

Bewusster Essen

Endlich isst man bewusst. Zu wissen, dass da ein Baby im Bauch ist und von Gutem und Schlechten mitbekommt, wird viel mehr auf das Essen geachtet. Es wird gesünder, regelmässiger und mehr auf die Qualität geachtet. Schliesslich will man nur das Beste für das wachsende Baby im Bauch.

Nach der Geburt in der Stillzeit ist Anfangs kaum Zeit zum Kochen deshalb empfehle ich öfters etwas Fertiges zu kaufen oder auswärts zu essen. Zwei warme Malzeiten am Tag empfiehlt meine Kollegin, die Expertin ist für Frauen mit Stillproblemen. Suppenmalzeiten die für mehrere Tage reichen wären toll. Freunde die Essen vorbeibringen, anstelle von Blumen, sind willkommen.
Fängt das Baby mit sechs Monaten an zu essen, wird sofort auf Bioprodukte geachtet auf Frischkost und saisonales. Fläschchennahrung schmeckt anders als Frischkost. Wird ein Baby mit dieser Nahrung gefüttert, lernt es den Geschmack der Frischkost nicht kennen und wird später weniger gerne Gemüse essen wollen.
Beim ersten Kind fällt es leichter die ersten Jahre ganz auf Zucker zu verzichten. Was es nicht kennt, vermisst es nicht. Hat man ältere Kinder die Süssigkeiten bereits kennen, ist es schwieriger, diese fern zuhalten.
Nur Wasser zum Trinken anbieten. Babys mögen das und später sind wir Mütter froh, wenn das beibehalten wird.
Das alles klappt aber nur, wenn auch wir uns daran halten. Ich finde, ich habe gesünder gegessen als die Kinder noch kleiner waren, jetzt wo sie grösser sind, finde ich Sünden (Süssigkeiten) nicht mehr so schlimm.

Hormonschwankungen in der Schwangerschaft

Ich weiss nicht woran es genau liegt. Es gibt Frauen, die sich durch die Schwangerschaft stärker fühlen, Frauen die schweben die sich begehrt und lustvoll fühlen. Dann gibt es andere die die Schwangerschaft als Last empfinden sich unausstehlich und dick und schwer. Natürlich spielen auch die äusseren Umstände eine Rolle, wie der Partner einem empfindet wie das eigene Körpergefühl ist etc. Aber ich glaube dass im Körper allein etwas stattfindet das man nicht so gut steuern kann. Gerne würde ich eine Studie machen die das erklären kann.

Die ein und die selbe Frau kann zwei Schwangerschaften sehr unterschiedlich fühlen. Ich hatte schon die Theorie ob das mit einem gleichgeschlechtlichen oder einem andersgeschlechtlichen Kind zu tun haben kann.
Eine andere Theorie ist, wie das Baby getragen wird, d.h. wenn das Baby schön im Becken getragen wird, ist die Belastung weniger gross und das Wohlgefühl stärker und wenn es ständig auf der Blase getragen wird, ist dauernd ein Unwohlsein vorhanden.
Ich habe psychisch labile Frauen erlebt, die durch die Schwangerschaft gestärkt wurden, starke Frauen, die sich geschwächt und behindert fühlten, aber auch das Umgekehrte. Frauen in ähnlichen Situationen während beider Schwangerschaften, die aber sehr unterschiedlich verlaufen sind. Ob wohl bereits die Seelen von Baby und Mami kommunizieren und dadurch bestimmte Gefühle entstehen??
Diese Stimmungen können aber auch schwanken: stündlich, täglich, wöchentlich … etc. Das sind die Hormone die zuständig sind für das Wachstum und die Entstehung des neuen Lebens. Die Hormone machen aber auch das Gewebe dehnbar und weicher. Auch die Gefühle verändern sich, eine Frau wird feinfühliger, verletzlicher, spüriger. Das Riechen wird sehr verstärkt so dass Frauen auf Düfte extremer reagieren. Aber auch Stimmungen die in der Umgebung sind, werden von der werdenden Mutter regisiert und aufgenommen. Wobei das obengenannte Grundgefühl da sehr viel dazu beiträgt.
Mit Nachtkerzenoel das eingenommen werden kann habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht um die Spitze dieser Schwankungen ein bisschen zu mildern. Aber auch Bachblütenmischungen können da sehr gut helfen. Akupunktur ist auch unterstützend, es gibt da verschiedene Methoden: eine davon ist es, die Frau in der ganzen Schwangerschaft zu begleiten eine andere bereitet für die Geburt vor.
Uebertriebene Aengste die entstehen können, sind manchmal auch durch die Hormone bedingt: So verschwand unter anderem: die Angst bei Dunkelheit nicht mehr alleine sein zu wollen, Aengste betr. Schwangerschaft und Baby, dank Bachblüten.
Ein liebevolles Umfeld, ein Nestchen, Sicherheit, Verständnis und Umsicht das wünsche ich für jede schwangere Frau und ihr Baby.